Angst vor dem Versagen

Viele Menschen tun sich schwer, Ihren Lebensweg zu finden. Sie trauen sich nichts zu, bleiben lieber beim Gewohnten. Doch die innere Sehnsucht, Neues auszuprobieren, bleibt.

Versagensangst gehört zu den größten Blockaden des persönlichen Erfolges.

Bei jeder Aufgabe, jeder Prüfung, jeder Herausforderung besteht die Möglichkeit des Scheiterns. Dies hat natürlich Konsequenzen, gegebenenfalls Nachteile. Doch Scheitern ist menschlich und gehört zum Leben.

Wenn es allerdings Dein Leben zu sehr beeinflusst, Du darunter leidest, wird es zu einer enormen Belastung. Du bist nicht mehr in der Lage, im entscheidenden Moment Dein Potenzial abzurufen, Deine Stärken in die Waagschale zu werfen. Du wirfst eventuell schon vorher aus Angst vor Fehlern, Ablehnung oder Kritik die Flinte ins Korn. Dieser entstehende Teufelskreis kann bis zur vollständigen Lähmung führen.

Deine Angst zu versagen ist erlernt, wurde Dir beigebracht, antrainiert. Die Erfahrungen in der Kindheit, traumatische Erlebnisse, die Du nicht verarbeiten konntest, sowie Ängste in der pränatalen Phase haben dazu beigetragen, dass Du ein geringes Selbstwertgefühl entwickelt hast und immer mehr Dir selbst die Forderung stellst, perfekt sein zu müssen. Die Zuneigung der Eltern, Großeltern und Lehrer hast Du nur erhalten, wenn Du „brav“ warst, funktioniert hast, lieb warst, das gemacht hast, was sie von Dir erwartet haben. Du wurdest abgelehnt, wenn Du Fehler gemacht hast.

Bei Dir wurde abgespeichert: „nur wenn ich etwas leiste bin ich wertvoll“. Dadurch entstand eine eigene Überforderung, immer die Erwartungen der anderen erfüllen zu müssen, keine Fehler zu machen.

Als Folge davon kannst Du Dich nicht so annehmen wie Du bist und es entsteht ein starkes Bedürfnis nach Anerkennung.

Diese Sehnsucht nach Anerkennung trägt die Angst vor Ablehnung in sich. D.h. die Ängste vor dem Versagen, der Anerkennung sowie der Ablehnung sind eng miteinander gekoppelt.

Die Angst vor dem Versagen hat Auswirkungen auf Deine Gedanken, Gefühle und auf den Körper.

Wenn Du ständig daran denkst „ich schaffe das nicht, ich bin zu blöd, zu dumm“, dann stellt sich ganz oft eine Überforderung ein, die Dein ganzes System einengt. Du kannst Dich sehr schlecht konzentrieren, malst Dir ständig aus, wie Du im Privaten wie Beruf scheiterst. Du siehst immer nur die Dinge, die nicht funktionieren, Deine Stärken blendest Du aus. In der Vorstellung siehst Du Dich schon versagen und blamieren. Deine Gedanken kreisen, Du bist total verunsichert, glaubst die Erwartungen anderer nicht erfüllen zu können, sie zu enttäuschen. Im Falle des Misserfolgs fühlst Du Dich als Versager und Schwächling.

Du fühlst Dich gereizt, bist nervös und hektisch, spürst einen Erfolgszwang und Druck, ärgerst Dich über Dich selbst. In diesen Situationen entsteht ein Minderwertigkeitsgefühl, Du wirst deprimiert, weil Du die Angst nicht in den Griff bekommst.

Schließlich reagiert auch Dein Körper mit Angespanntheit, innerer Unruhe, Ein-und Durchschlafstörungen. Du bekommst Kopfscherzen, Dein Magen und Darm rebelliert und der Blutdruck steigt in kritische Bereiche.

Dies alles hat direkte Auswirkungen auf Dein Verhalten. Du meidest Situationen vor denen Du Angst hast, drückst Dich vor Vorstellungsgesprächen, Prüfungen und sogar der kleinen Ansprache bei einer Familienfeier. Du hinderst Dich selbst daran, Dein Potenzial und Deine Fähigkeiten voll auszuschöpfen. Hast Du dadurch das Gefühl, alles perfekt machen zu müssen?

Diese hohen Ansprüche an Dich selbst setzen Dich unter einen enormen Erfolgsdruck. Du sprichst nicht mehr das aus, was Du im Herzen trägst. Du läufst vor Dir selbst davon.

Hast Du Dich in einigen Situationen wiedererkannt?

Dann ist es an der Zeit, dass Du Dich dieser Herausforderung stellst und einen neuen Weg einschlägst.

Wenn Du Fragen hast, melde Dich bei mir.

 

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